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Die Sklavin
Auch diese Rolle funktioniert nicht ohne eine opulente Ausstattung. Wir empfehlen, zuerst im Tiergeschäft eine schicke Hundeleine inklusive Halsband zu kaufen. Darüber hinaus bieten sich Lackklamotten, eine Kellnerinnenschürze und Lederfesseln an. Zum Hauen nehmen Sie besser nur etwas Symbolisches – Sie wollen doch keine bleibenden Spuren hinterlassen, oder? Also, eine weiche Lederpeitsche sollte es schon tun. Vielleicht auch ein Lineal. Am besten kaufen Sie das Zeug zusammen ein, damit sie das eine oder andere ausprobieren kann. Ist ja auch ihr Film.
Wenn das Spiel losgehen soll, achten Sie darauf, dass der Anfang klar markiert ist. Von einem gewissen Punkt an sollte es keine blöden Witze mehr geben und kein unterdrücktes Lachen. Es ist wie beim Film: Eine verlachte Szene wird herausgeschnitten und noch einmal gedreht. Sie ist nichts wert. Natürlich soll das Ganze spielerisch ablaufen. Aber je ernster beide Seiten ihre Rollen nehmen, desto besser gelingt der Auftritt. Das meiste läuft ohnehin über die Sprache. Sie müssen Ihrer kleinen Sklavin gar nicht wie ein Plantagenbesitzer den Allerwertesten versohlen. Der Kick ist viel größer, wenn Sie die Kleine häufiger mal sagen lassen: „Bitte, schlag mich! Fester!“ Dann reichen ein paar symbolische Klapse.
Natürlich erteilen Sie ihr die meiste Zeit Anordnungen. Achten Sie darauf, dass der Ton nicht zu familiär wird. Nicht: „Kannst du dich mal da hinknien?“ Sondern: „Da rüber! Auf die Knie!“ Noch besser wirkt die Performance, wenn Ihre Gespielin jede Ihrer Anweisungen mit einem demütigen „Ja, Herr!“ quittiert. Und wenn Sie ihr 10 Hiebe auf den blanken Po geben, muss sie natürlich rückwärts runterzählen, sich für jeden artig bedanken. So steht es im Drehbuch.
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